Als Verantwortliche für die Ausbildung von Hunden und Hundeführern kann ich meine jahrelange Erfahrung optimal einsetzen. Im Mai 1996 habe ich mit der Rettungshundearbeit begonnen. Es gibt keine einheitliche Methode, welche für alle Hunde gleich gut eingesetzt werden kann. Individualität in der Hundeausbildung führt letztendlich zum erwünschten Ziel. Genauso wichtig ist ein gutes Maß an Motivation, Konsequenz und Freude an der Arbeit mit dem Tier. Jeder Hund hat seine Schwächen und Stärken, dazu kommt noch der Hundeführer welcher erst lernen muss seinen Hund zu „lesen“, zu motivieren und vor allem die eigenen Gefühle zu beherrschen.

Als Rettungshundeführer und/oder Einsatzleiter übernimmt man eine große Verantwortung und als Trainer einer Rettungshundeorganisation ist man für die Qualität der Ausbildung für Hund und Hundeführer innerhalb der Organisation verantwortlich. Die Tätigkeit an sich ist zwar ehrenamtlich, jedoch steckt viel Zeit und Herzblut in der Sache. Meiner Einstellung nach muss für jeden Vermissten das Möglichste getan werden um ihn in seiner misslichen Lage zu helfen und den Angehörigen die Gewissheit zu geben, dass alles getan wird.

Vor 18 Jahren fing ich an, in unserer Einheit das Mantrailing einzuführen. Da wir zu immer mehr Einsätzen gerufen wurden wo es erforderlich war, in städtischem Gebiet zu suchen, stellte sich die Frage, wie man diese Herausforderung am Besten mit der Rettungshundearbeit vereinbaren konnte. Mantrailing war das Mittel der Wahl und so begannen wir, als Erste in Österreich, Mantrailerteams auszubilden. Diese Entscheidung war einmal mehr das Resultat unserer Bereitschaft alles zu tun, was uns und unsere Hunde zu besseren und verlässlicheren Partnern im Einsatzfall macht.

Auf unsere Mantrailer, die mit Abstand einsatzerprobtesten in Österreich, sind wir stolz und trotzdem, oder gerade deswegen, sind wir immer bereit uns zu verbessern. Diese Suche nach Verbesserung hat die letzten Jahren zu der Zusammenarbeit mit internationalen Profis geführt, um neue Zugänge zu erproben und, wo es sinnvoll erscheint, in unsere Ausbildung zu integrieren.

Ich bin der Meinung, dass im Einsatzfall alle beteiligten Organisationen eine Kette bilden und jedes einzelne Glied dafür verantwortlich ist, das Bestmögliche zu geben. Daher hat für mich die Qualität der Ausbildung, die Verlässlichkeit der Hunde-Teams und die Nachvollziehbarkeit deren Arbeit im Einsatzfall absolute Priorität. Rettungshundearbeit ist nicht Hundesport und am Ende geht es nicht um Trophäen, sondern um Menschenleben.

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