Katastrophenübung in Polen

Text: von Dieter Cervenka
Fotos: von Karin Kuhn

Im September war es endlich soweit. Über Bemühungen unserer Ilona, die sich dadurch auch viel Dolmetscharbeit aufgeladen hatte (Danke) wurden wir zu einer Staffel nach Wrozlaw, Polen eingeladen. Insgesamt 9 Hundeführer machten sich auf die rund siebenstündige Fahrt in die zweitgrößte Stadt Polens. Völlig problemlos konnten wir Freitag abends in ein angenehmes Hotel direkt am Fluss einchecken. Unsere Vierbeiner durften mit aufs Zimmer, für landesübliche Gepflogenheiten nahezu eine Sensation. Schon am Nachmittag dieses Tages ging es zu einem ersten gemeinsamen Training. Unser erster positiver Eindruck verstärkte sich beim gemeinsamen Abendessen in einem gemütlichen kleinen Lokal.
Am nächsten Morgen ging es in ein großes Trümmergebiet rund 15 km vom Hotel entfernt. Die erste gemeinsame Runde durch das Areal offenbarte uns sehr erfreuliche Aussichten, endlich ein realitätsnahes Gelände. Große Ziegelbauten im unterschiedlichstem Erhaltungszustand, jede Menge Feinschutt, viele Fremdartikel (Holz, Stoff, Essensreste usw.) an und in den Gebäuden, da die Bevölkerung dies scheinbar als Deponie betrachtet, tonnenweise Glasscherben, Unterkünfte von Obdachlosen – damals aber nicht „bewohnt“, summa summarum keine sicheren, „sterilen“ Bauten, sondern sehr, sehr nahe an einer Einsatzrealität mit jeder Menge Verstecksmöglichkeiten.
Die erste Runde ging an unsere polnischen Kollegen. Vier von uns wurden an mehreren Schadensstellen versteckt, ohne genauere Angaben für die Polen. Alle erfahrenen Hundeführer dieser Einheit nutzten die Gelegenheit in ihr Heimatgelände mit Fremdpersonen zu arbeiten. So manchem konnten wir eine Überraschung bereiten. Speziell ein Hochversteck, das scheinbar nie von ihnen bisher als solches registriert wurde, bereitet so seine Schwierigkeiten.
Nach einer kurzen Mittagspause wurde es dann für uns Ernst. Wir nutzte die Gelegenheit den wahren Leistungsstand unserer Hund/Hundführerteams zu überprüfen. Ein für alle Beteiligten unbekanntes Gelände, Fremdpersonen, eine lange Anreisezeit im Vorfeld und ein künstlicher Zeitdruck waren die Ingredienzien um eine Erdbebenrealität zu schaffen.
Vier Schadensstellen mussten direkt hintereinander auf eine unbekannte Personenzahl hin abgeklärt werden. Für jede war eine Maximalzeit von 15 Minuten vorgegeben – in Summe eine Stunde reine Suchzeit. Trotz der angenehmen Temperaturen kamen wir schnell ins Schwitzen und unsere Hunde ins hecheln. Viele Erkenntnisse und so manch neue Erfahrung waren der Lohn der Mühe. Die Trainingseinheiten in der Vergangenheit waren nicht umsonst. Durch unsere große Anzahl dauerte dies aber seine Zeit, sodass beim letzten Teilnehmer bereits die Dunkelheit hereinbrach.
Zurück im Hotel ging es unter die Dusche und dann in die Altstadt von Wrozlaw/Breslau. Die Bezeichnung Altstadt ist dort wirklich angebracht, den der Kern überdauerte selbst den 2. Weltkrieg nahezu unbeschadet und sie zeigt sich dort von ihrer schönsten Seite. Der Abend klang gemeinschaftlich aus. Der intensive Tag ließ uns alle die Nacht tief und fest schlafen.
Der Sonntag war unser Abreisetag, wobei wir noch ein kleines Städtchen ganz im Süden Polens besuchten und dort die wirklich herrliche Küche genossen.
Bleibt nur mehr zu sagen – recht, recht herzlichen Dank an die polnische Staffel und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr – diesmal bei uns.

Text: von Dieter Cervenka
Fotos: von Karin Kuhn

Im September war es endlich soweit. Über Bemühungen unserer Ilona, die sich dadurch auch viel Dolmetscharbeit aufgeladen hatte (Danke) wurden wir zu einer Staffel nach Wrozlaw, Polen eingeladen. Insgesamt 9 Hundeführer machten sich auf die rund siebenstündige Fahrt in die zweitgrößte Stadt Polens. Völlig problemlos konnten wir Freitag abends in ein angenehmes Hotel direkt am Fluss einchecken. Unsere Vierbeiner durften mit aufs Zimmer, für landesübliche Gepflogenheiten nahezu eine Sensation. Schon am Nachmittag dieses Tages ging es zu einem ersten gemeinsamen Training. Unser erster positiver Eindruck verstärkte sich beim gemeinsamen Abendessen in einem gemütlichen kleinen Lokal.
Am nächsten Morgen ging es in ein großes Trümmergebiet rund 15 km vom Hotel entfernt. Die erste gemeinsame Runde durch das Areal offenbarte uns sehr erfreuliche Aussichten, endlich ein realitätsnahes Gelände. Große Ziegelbauten im unterschiedlichstem Erhaltungszustand, jede Menge Feinschutt, viele Fremdartikel (Holz, Stoff, Essensreste usw.) an und in den Gebäuden, da die Bevölkerung dies scheinbar als Deponie betrachtet, tonnenweise Glasscherben, Unterkünfte von Obdachlosen – damals aber nicht „bewohnt“, summa summarum keine sicheren, „sterilen“ Bauten, sondern sehr, sehr nahe an einer Einsatzrealität mit jeder Menge Verstecksmöglichkeiten.
Die erste Runde ging an unsere polnischen Kollegen. Vier von uns wurden an mehreren Schadensstellen versteckt, ohne genauere Angaben für die Polen. Alle erfahrenen Hundeführer dieser Einheit nutzten die Gelegenheit in ihr Heimatgelände mit Fremdpersonen zu arbeiten. So manchem konnten wir eine Überraschung bereiten. Speziell ein Hochversteck, das scheinbar nie von ihnen bisher als solches registriert wurde, bereitet so seine Schwierigkeiten.
Nach einer kurzen Mittagspause wurde es dann für uns Ernst. Wir nutzte die Gelegenheit den wahren Leistungsstand unserer Hund/Hundführerteams zu überprüfen. Ein für alle Beteiligten unbekanntes Gelände, Fremdpersonen, eine lange Anreisezeit im Vorfeld und ein künstlicher Zeitdruck waren die Ingredienzien um eine Erdbebenrealität zu schaffen.
Vier Schadensstellen mussten direkt hintereinander auf eine unbekannte Personenzahl hin abgeklärt werden. Für jede war eine Maximalzeit von 15 Minuten vorgegeben – in Summe eine Stunde reine Suchzeit. Trotz der angenehmen Temperaturen kamen wir schnell ins Schwitzen und unsere Hunde ins hecheln. Viele Erkenntnisse und so manch neue Erfahrung waren der Lohn der Mühe. Die Trainingseinheiten in der Vergangenheit waren nicht umsonst. Durch unsere große Anzahl dauerte dies aber seine Zeit, sodass beim letzten Teilnehmer bereits die Dunkelheit hereinbrach.
Zurück im Hotel ging es unter die Dusche und dann in die Altstadt von Wrozlaw/Breslau. Die Bezeichnung Altstadt ist dort wirklich angebracht, den der Kern überdauerte selbst den 2. Weltkrieg nahezu unbeschadet und sie zeigt sich dort von ihrer schönsten Seite. Der Abend klang gemeinschaftlich aus. Der intensive Tag ließ uns alle die Nacht tief und fest schlafen.
Der Sonntag war unser Abreisetag, wobei wir noch ein kleines Städtchen ganz im Süden Polens besuchten und dort die wirklich herrliche Küche genossen.
Bleibt nur mehr zu sagen – recht, recht herzlichen Dank an die polnische Staffel und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr – diesmal bei uns.